Feinstaub nicht nur einfangen, sondern binden
PureFibe™ Composite Filtration verbindet eine Feinfaser-Filterschicht mit einem Schutzgitter und einer Trägerschicht. Das Material wird flach geliefert oder zu gefalteten Elementen geformt, damit auch ein kleines Gerät eine große wirksame Fläche erhält. Diese Seite erklärt, was jede Schicht leistet und was hinter der Angabe steckt.
Drei Schichten, eine Aufgabe
Der Verbund ist wie ein Sandwich aufgebaut. Außen gibt ein Polyamid-Gitter den Falten ihre Form und schützt das Material beim Hantieren und vor grobem Schmutz. Dahinter liegt die Feinfaser-Filterschicht, in der Feinstaub in der Tiefe des Materials abgeschieden und gebunden wird, nicht an seiner Oberfläche. Eine Trägerschicht trägt die gesamte Struktur und hält jede Falte offen, während die Luft hindurchströmt.
Jede Schicht ist da, weil die anderen sie brauchen. Feine Fasern allein würden zusammenfallen und verstopfen; ein Gitter allein würde nichts Nennenswertes aufhalten. Zusammen ermöglichen sie, dass ein kleines, kompaktes Element die Arbeit eines viel größeren Filters erledigt.
Gefaltet für mehr Fläche
Auf die Menge des Materials kommt es ebenso an wie auf seine Qualität. Luft, die langsam durch eine große Fläche strömt, trifft auf weniger Widerstand als dieselbe Luft, die durch eine kleine gepresst wird. Mehr Fläche bedeutet auch mehr Platz, um Staub aufzunehmen, bevor der Luftstrom nachlässt.
Wo das Gehäuse es zulässt, wird PureFibe™ gefaltet, um diese Fläche in eine kompakte Form zu bringen – als Zylinder, Ring oder Panel. Verstärkungsrippen verlaufen quer über die Falten und halten sie gleichmäßig auf Abstand, damit die gesamte Fläche genutzt wird, statt dass sich die Falten mit zunehmender Beladung aneinanderlegen. Wo ein Gerät Luft durch eine ebene Fläche zieht, wird das Material flach geliefert; Gitter und Trägerschicht geben ihm die nötige Steifigkeit, um im Gehäuse zu sitzen.
Auch deshalb verdient ein winziger Filter mit beeindruckender Effizienzangabe einen genauen Blick. Der Abscheidegrad beschreibt, was das Material zurückhält; die Fläche entscheidet, wie viel Luft das Gerät noch hindurchbekommt. Mehr dazu, worauf Sie bei einer Staubabsaugung achten sollten.
Was „≥ 99,5 % bei 0,3 µm“ bedeutet
Eine Filterangabe ist nur aussagekräftig, wenn Abscheidegrad und Partikelgröße zusammen genannt werden. „99,5 %“ allein sagt nichts; „99,5 % bei 0,3 µm“ sagt sehr viel.
Faserfilter fangen Partikel auf zwei Hauptwegen ein. Größere Partikel sind träge: Sie können der Luft nicht um eine Faser herum folgen und prallen auf sie. Sehr kleine Partikel bewegen sich zufällig und treffen durch Diffusion auf Fasern. Bei etwa 0,3 µm ist keiner der beiden Effekte stark – hier ist ein Filter am schwächsten. Deshalb werden seriöse Filterprüfungen bei dieser Größe durchgeführt, und deshalb ist ein dort gemessener Wert ein Worst-Case-Wert.
Lungengängiger Nagelstaub liegt überwiegend zwischen 0,8 und 2,5 µm, also um ein Vielfaches über der Prüfpartikelgröße. PureFibe™ scheidet mindestens 99,5 % der Partikel von 0,3 µm ab; die Partikel, auf die es beim Nageldesign ankommt, werden noch wirksamer abgeschieden.
Dieselbe Logik gilt auch umgekehrt. Eine Filterklasse allein, aufgedruckt auf eine Verpackung, ohne Partikelgröße und ohne Erklärung, wie das Gerät aufgebaut ist, sagt weniger aus, als es scheint. Wir zeigen lieber den Wert, die Größe und den Aufbau – und überlassen Ihnen das Urteil.
Filtern und binden
Ein Partikel abzuscheiden ist nur die halbe Arbeit. In einer laufenden Staubabsaugung strömt die Luft weiter, der Filter belädt sich weiter, und ein Material, das Staub an der Oberfläche sammelt, kann ihn wieder abgeben – oder der Luftstrom bricht schnell ein. PureFibe™ ist darauf ausgelegt, Feinstaub in der Tiefe des Materials zu binden. Das hilft, ihn vom Arbeitsbereich fernzuhalten, und hält das Element länger einsatzfähig.
Der Verbund absorbiert außerdem einen Teil der Gerüche, die während einer Behandlung entstehen. Er ist in erster Linie ein Partikelfilter, und wir nennen den Geruchseffekt beim Namen: eine nützliche Reduzierung, keine Beseitigung.
Technische Zusammenfassung
| Technologie | PureFibe™ Composite Filtration |
|---|---|
| Abscheidegrad | ≥ 99,5 % bei 0,3 µm |
| Auslegungsziel | Lungengängiger Nagelstaub, einschließlich des Anteils von 0,8–2,5 µm |
| Aufbau | Mehrlagiger Verbund: Schutzgitter aus Polyamid, Feinfaser-Filterschicht, Trägerschicht 50 g/m² |
| Formen | Flachmaterial und Panels; gefaltete Patronen, Ringe und Sonderformen mit Verstärkungsrippen, Rahmen, Endkappen oder Schaumstoffdichtungen, je nach Gehäuse |
| Geruch | Teilweise Absorption von Behandlungsgerüchen |
| Anwendungen | Staubabsaugungen, Absauganlagen, Staubsauger und Luftreinigungsgeräte, in denen Feinstaub abgeschieden und gebunden werden muss. Ursprünglich entwickelt für professionelle Maniküre und Pediküre. |
Die Filtrationswerte beziehen sich auf das flache Filtermaterial unter Laborprüfbedingungen im unbeladenen Ausgangszustand. Die Leistung eines fertigen Elements im Einsatz hängt von Luftstrom, Gehäuse und Abdichtung des Geräts ab, in das es eingebaut ist.
So lesen Sie eine Filterangabe
Etablierte Hersteller von Filtermaterial nennen auf jedem Datenblatt dieselben wenigen Angaben. Mit ihnen lässt sich ein Material mit einem anderen vergleichen – und genau danach sollten Sie jeden Anbieter fragen. Was jede davon bedeutet, lesen Sie hier.
Abscheidegrad mit Partikelgröße
Eine Prozentzahl allein lässt sich nicht überprüfen. Eine Prozentzahl bei einer genannten Größe schon. Fragen Sie, bei welcher Größe der Wert gemessen wurde und ob am flachen Material oder am fertigen Filter.
Die Prüfung dahinter
Ein glaubwürdiger Wert nennt das Prüfaerosol, die Anströmgeschwindigkeit durch das Material und die Methode oder das Messgerät. Diese Bedingungen verändern das Ergebnis, deshalb gehören sie neben die Zahl.
Druckverlust
Jeder Filter bremst die Luft, die ihn durchströmt. Der Abscheidegrad sagt, was das Material zurückhält; der Druckverlust sagt, wie viel Luft das Gerät noch bewegen kann. Das eine ohne das andere ist nur eine halbe Spezifikation.
Materialfläche und Aufbau
Der Schichtaufbau des Materials und die Form des Elements zeigen, wie viel wirksame Fläche es tatsächlich hat und wie diese Fläche offen gehalten wird.
Material, nicht Gerät
Ein Wert für das Filtermaterial ist kein Wert für die Staubabsaugung. Wie viel Staub ein Gerät aus einem Raum entfernt, hängt von seinem Luftstrom ab und davon, wie gut das Element im Gehäuse abgedichtet ist – und das zeigt nur eine Prüfung des gesamten Geräts.
Was wir veröffentlichen
Abscheidegrad und Partikelgröße, das Auslegungsziel, den Schichtaufbau, die Formen, in denen das Material gefertigt wird, und die Grenzen dessen, was die Werte aussagen.
Fragen zum Material?
Wir sprechen gern über Prüfdaten, die möglichen Formen des Materials und PureFibe™-Material für Ihr eigenes Produkt.